Häufige Fragen

Häufige Fragen

WELCHE URSACHEN HABEN ZAHN- UND KIEFERFEHLSTELLUNGEN?
Am häufigsten Lutschgewohnheiten, frühzeitiger Verlust von Milchzähnen oder bleibenden Zähnen, Schluckstörungen und Atembehinderung. Erbliche Faktoren sind besonders dann im Spiel, wenn die Kiefer “nicht zusammenpassen” oder bei Platzmangel und Lückengebissen.

IN WELCHEM ALTER SOLLEN KINDER DEM KIEFERORTHOPÄDEN VORGESTELLT WERDEN?
Eine kieferorthopädische Erstuntersuchung aller Kinder spätestens im 7. Lebensjahr wird international empfohlen. In den meisten Fällen ist es für Regulierungsmaßnahmen noch zu früh, dennoch sind bei einem Teil der Kinder schon erste Behandlungschritte angezeigt, insbesondere bei Zahndurchbruchstörungen, Kreuzbiss, stark vorgeneigten Frontzähnen und zu schmalem Oberkiefer.

WAS SOLL DIE KIEFERORTHOPÄDISCHE BEHANDLUNG BEWIRKEN?
Es gibt eine Liste von klaren Behandlungszielen: 1. Ungestörte Gesichtsharmonie; 2. optimale Verzahnung in ästhetischer (“schöne Zähne”, “strahlendes Lachen”) und funktioneller Hinsicht (ges.Kausystem); 3. Langzeitstabilität des Behandlungsergebnisses; 4. Individuelle Behandlungsziele.

MUSS DIE REGULIERUNG IMMER MIT BRACKETS DURCHGEFÜHRT WERDEN?
Die “festsitzende” Behandlung mit Brackets ist die beste und universellste Methode, da sie die dreidimensionale Kontrolle der Zahnbewegung ermöglicht und es uns so erlaubt, alle Zähne des Gebisses, angeordnet in 2 Zahnbögen, in optimale Verzahnung zu bringen. Herausnehmbare Zahnspangen können als Vorbehandlung dienen, etwa bei Kindern mit stark vorgeneigten Frontzähnen, oder als Haltegeräte nach Entfernung der Brackets.

VERURSACHEN BRACKETS SCHMERZEN ODER SCHÄDEN AN DEN ZÄHNEN?
In den ersten Tagen und nach gewissen Nachstellterminen kann der Druck, den die festsitzende Spange auf den Zahnhalteapparat ausübt, leichte Schmerzen auslösen. Bei Verwendung von modernen, hochelastischen Drahtbögen ist das heute aber kein besonderes Problem. Bei schlechter Mundhygiene können aber Flecken am Zahnschmelz rund um die Brackets entstehen.

VERSCHIEBEN SICH DIE ZÄHNE NACH DER REGULIERUNG WIEDER?
Die Wanderungstendenz der Zähne ist individuell sehr unterschiedlich, kann jedoch auch nach der kieferorthopädischen Behandlung recht hartnäckig sein. Deshalb gehören zu jeder hochwertigen Regulierung geeignete Stabilisierungsmaßnahmen, meist in Form einer Nachtspange.

KANN DIE REGULIERUNG MIT EINER UNSICHTBAREN SPANGE DURCHGEFÜHRT WERDEN?
Im Prinzip ja, aber: innen liegende Brackets sind unsichtbar, aber meist “hörbar”, d. h. viele Patienten haben Sprechprobleme. Die Behandlung ist wesentlich komplizierter und deshalb empfindlich teuerer. Nur sehr wenige Spezialisten weltweit können damit in der selben Behandlungszeit ein ebenso gutes Ergebnis erzielen wie mit außenliegenden Brackets.Regulierungen mit durchsichtigen Schienen werden zwar stark beworben, eignen sich jedoch aufgrund der eingeschränkten dreidimensionalen Kontrolle über die Zahnbewegung nur für wenig ausgeprägte Fehlstellungen. Seriöserweise muss gesagt werden, dass ihre Anwendung bei schwierigeren Behandlungsfällen meist zu einem Kompromiss in der Qualität des Ergebnisses führt. Unter dem Strich bleibt die Regulierung mit außen liegenden Brackets der goldene Standard, wobei heute aus ästhetischen Gründen hellen Brackets aus Keramik meist der Vorzug gegeben wird.